König-Brauerei verringert CO₂-Emissionen um bis zu 75 Prozent

Abwärmedampf von thyssenkrupp Steel Europe liefert thermische Energie für Brauprozesse

Im Juni 2024 wurde eine neue Energieversorgung für die König-Brauerei betriebsbereit fertiggestellt. Durch die Zusammenarbeit mit thyssenkrupp Steel Europe und E.ON hat die Brauerei im Regelbetrieb 2025 ihre standortbezogenen CO2-Emissionen aus der Wärmeerzeugung im Vergleich zum Basisjahr 2023 um 67 Prozent verringert. Die Maßnahme betrifft alle Prozesse zur Bierherstellung, bei denen Energie in Form von Wärme benötigt wird. Dafür nutzt die König-Brauerei Abwärmedampf aus dem bestehenden Abwärmenetz von thyssenkrupp Steel Europe.

Mit Dampf zu neuer Energie

Bilder zum Abwärmeprojekt der König Brauerei

Und so funktioniert die neue Energieversorgung: Für das Erhitzen der Maische und das Kochen der Bierwürze benötigen die Brauer thermische Energie. Diese wird über emissionsfreien Abwärmedampf von thyssenkrupp Steel Europe bereitgestellt. Der Dampf entsteht als Nebenprodukt unter anderem bei der Stahlproduktion und der Kuppelgasverwertung. Dies bestätigt eine Untersuchung der Universität Duisburg-Essen, die die CO2-Emissionen des Projekts bewertet.

Bilder zum Abwärmeprojekt der König Brauerei

Die König-Brauerei erhält diesen Dampf über eine neu gebaute, rund 450 Meter lange Pipeline. Sie verbindet die Brauerei mit dem bestehenden Abwärmenetz von thyssenkrupp Steel Europe. Die König-Brauerei nutzt die im Dampf enthaltene thermische Energie, um mithilfe eines Wärmetauschers Frischdampf für Brauprozesse zu erzeugen. Dadurch entfällt die bisher dafür notwendige Verbrennung fossiler Brennstoffe in diesen Prozessen. 

Bilder zum Abwärmeprojekt der König Brauerei

„Unsere neue Energieversorgung ist ein Leuchtturmprojekt für die Nutzung industrieller Abwärme in Duisburg und im Ruhrgebiet“, betont Guido Christiani, Geschäftsführer der König-Brauerei. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat die neue Energieversorgung im Rahmen des Förderwettbewerbs Energieeffizienz in der Wirtschaft finanziell gefördert.

Gemeinsam für die Reduzierung standortbezogener CO₂-Emissionen

Abwärmedampf von thyssenkrupp Steel Europe liefert seit Juni 2024 thermische Energie für Brauprozesse – die König-Brauerei hat dadurch im Regelbetrieb 2025 ihre CO2-Emissionen aus der Wärmeerzeugung im Vergleich zum Basisjahr 2023 um 67 Prozent verringert; das Energiemanagement erfolgt durch E.ON.

Infografik zum Abwärmeprojekt der König-Brauerei